Am Tag überfordert dich die Sommerhitze bereits beim täglichen Weg zur Arbeit? Du schaffst es nicht im Winter laufen zu gehen, solange es hell ist? Oder möchtest du schlicht und einfach etwas Neues probieren und ungewohnte Reize bei deinem Lauftraining setzen? Kein Problem, denn mit der richtigen Ausrüstung und unseren Tipps schaffst du es ein sicheres Nacht-Training durchzuführen.

Die Sorge vor der Nacht

Viele Sportler lassen sich bei diesem Unterfangen von der Dunkelheit abschrecken. Ein ungewohntes Terrain, Wege, die einem den Schauer über den Rücken laufen lassen und ein generelles Gefühl des Unwohlseins. Das ist nur menschlich. Denn am Tag kontrollieren unsere Augen wie wir laufen, wobei man sich nachts auf die propriozeptiven Fähigkeiten, den Wahrnehmungen aus dem eigenen Körper, verlässt.

Setze neue Trainingsreize

Jedoch kann gerade dieser Aspekt des Nacht-Trainings einen positiven Effekt auf deinen Körper bewirken. Hierbei läuft man nämlich in einem „automatischen“ Zustand, der das Training effektiver ausfallen lässt. Zudem werden die motorischen Fähigkeiten geschult. Im Dunkeln ist nämlich in der Regel eine schnellere und präzisere Reaktion auf äußere Einflüsse vonnöten. Bei regelmäßiger Ausführung wird sich deine Motorik und Leistung merklich steigern.

Achte auf die richtige Ausrüstung

Dennoch gibt es hierbei einige Dinge zu beachten, angefangen bei deiner Ausrüstung:
Im Dunkeln ist es umso wichtiger, klar erkennbar zu sein, denn im Falle eines Unfalls zieht man als Läufer fast immer den Kürzeren. Hier können Laufbekleidung in Neonfarben und möglichst viele Reflektoren deine Sichtbarkeit erhöhen. Letztere gibt es bereits integriert in der Kompressionskleidung. Bestes Beispiel hierfür sind die Calf Sleeves und Tights von C3fit.

Stirnlampe? Keine falsche Scheu!

Eine Stirnlampe ist einer der wichtigsten Wegbegleiter. Mit dieser hast du nicht nur deine Strecke im Blick und schützt dich vor Unebenheiten. Zusätzlich bleibst du für andere aus der Ferne klar erkennbar.
Und nein, du musst dir keine Gedanken machen, dass diese unpassend aussieht. Im Gegenteil:
Bei der heutigen Bauweise wirst du durch die leichte Verarbeitung nach kurzer Zeit schon vergessen haben, dass du sie trägst.

Ergänzen kannst du dein Equipment zudem durch eine Lauf-Leuchtweste zum Überziehen, sowie roten Reflektoren, mit denen deine Rückseite eindeutig beleuchtet und von Weitem erkennbar ist.

Die kleinen Maßnahmen sind entscheidend:

  • Plane deine Laufstrecke:  Vermeide unbeleuchtete Wege mit Stolperfallen, sowie verkehrsreiche Abschnitte, hier gilt das Motto: Weniger ist mehr.
  • Strebe nicht nach Bestzeiten: Diese solltest du tagsüber bei vertrauter Umgebung angreifen. Solltest du dich nachts überschätzen, übersiehst du möglicherweise Hindernisse. Zudem hast du bei gesundheitlichen Schwierigkeiten deutlich seltener jemanden im Umfeld, der helfen kann.
  • Verzichte weitestgehend auf Musik: Ist die Sinneswahrnehmung durch die Augen eingeschränkt, bist du umso mehr auf deine Ohren angewiesen – durch diese wirst du erst auf Gefahren aufmerksam gemacht. Du möchtest nicht komplett verzichten? Dann stelle die Lautstärke möglichst gering ein, sodass du deine eigenen Schritte und andere Verkehrsteilnehmer aus der Entfernung hörst.
  • Mache den Straßenverkehr auf dich aufmerksam: Solltest du viel befahrene Straßen nicht umgehen können, laufe stets links, sodass Fahrer dich schon von weitem auf ihrer Seite erkennen. Es gilt: Links gehen – Gefahr sehen!
  • Sichere dich ab: Vergewissere dich, dass du in Notsituationen einen Ansprechpartner hast oder umgehend den Notruf wählen kannst. Nutze hier im Zweifel Hilfsapplikationen wie den Notfalldienst „Noonlight“.
  • Together is better: Nimm, soweit möglich, immer einen Partner zum Laufen mit. So seid ihr bei einem Notfall bestens abgesichert und könnt sofort reagieren. Zudem ist man in der Gruppe immer besser zu erkennen, als es alleine der Fall ist.

Du hast alle Punkte gecheckt? Dann spricht nichts mehr gegen einen sicheren Lauf in der Nacht: Also nichts wie los!